Unsere Schule

Informationen über das BG / BRG STAINACH

Das BG und BRG Stainach erfüllt seit mehr als 50 Jahren an zentraler Stelle im Ennstal, aber in einer peripheren Lage der nördlichen Steiermark eine wichtige Bildungsfunktion. Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Schladming bis Wald am Schoberpaß, das ist etwa ein Umkreis von 40 km.

 

Das BG und BRG Stainach als allgemein bildende höhere Schule ist vorrangig darum bemüht, die SchülerInnen in einer 8jährigen Laufbahn auf eine weitere Ausbildung im tertiären Bildungsbereich (Universität, Fachhochschule, Kolleg) vorzubereiten, sowie in der Unterstufe eine umfassende Grundbildung zu vermitteln.

 

Der Doppelname BG / BRG weist schon darauf hin, dass zwei verschiedene Ausbildungswege zur Matura führen. Das Gymnasium mit dem sprachlichen Schwerpunkt erlaubt entweder eine Orientierung an lebenden Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch) oder an den klassischen Sprachen (Latein, Griechisch). Im Neusprachlichen wie im Humanistischen Zweig sind Auslandsaufenthalte (Schüleraustausch, Projektwochen) wesentlicher Bestandteil des Lernens. Das naturwissenschaftlich-mathematisch ausgerichtete Realgymnasium weist - beginnend mit der 3. Klasse, bis zur Matura - einen größeren Umfang an Unterrichtsstunden in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik auf: außerdem wird in der 7. und 8. Klasse der Pflichtgegenstand DG (Darstellende Geometrie) unterrichtet, der für eine Studienberechtigung an Technischen Universitäten von großer Wichtigkeit ist.

 

Die Förderung begabter SchülerInnen geschieht regelmäßig in beiden Zweigen durch die Teilnahme an Olympiaden (Chemie, Englisch, Griechisch, Latein) und das Angebot an Unverbindlichen Übungen (Spielmusik, Chor, Darstellendes Spiel, Jazzdance, Volleyball, Fußball, Wirtschaftskunde, Wissenschaftliches Arbeiten).

 

Einen gemeinsamen Schwerpunkt bilden auch die kreativen Fächer, in denen den Schülern zur Illustration im Unterricht auch eine schuleigene Galerie mit wechselnden Ausstellungen zur Verfügung steht. Wandmalereien in allen Etagen, Skulpturen und ein afrikanisches Haus im Schulhof sind ein beredtes Zeugnis kreativer Fähigkeiten und des Bemühens, den Lernraum Schule in einen Lebensraum Schule zu verwandeln.

 

Zur Lebensnähe der Ausbildung tragen auch Schulveranstaltungen und Projekte bei. Mehrtägige Schulveranstaltungen im In- und Ausland haben die verschiedensten Ziele und Schwerpunkte: sportliche, geographische, biologische, historische oder künstlerische.

 

Projektorientierter Unterricht zählt seit einigen Jahren zu den fixen Bestandteilen des Schullebens, sowohl in der Unterstufe als auch in der Oberstufe. Zentraler Gedanke ist hier der fächerübergreifende Aspekt, dem vom Gesetzgeber bei der mündlichen Reifeprüfung hoher Stellenwert zugemessen wird. Die neue Oberstufenautonomie erlaubt die Förderung von Schülerinteressen durch die so genannte Profilbildung. An unserer Schule können SchülerInnen ab der 6. Klasse zwischen drei Profilen wählen:

 

  • Wirtschaft und Recht (incl. Vorbereitung auf den Unternehmerführerschein ab der 4. Klasse)
  • Kreativzweig (Grundlegende und angewandte Kreativitätstechniken)
  • Naturwissenschaftliches Labor (Biologie, Chemie, Physik, angewandte Mathematik)

 

Schulpartnerschaft ist in Stainach kein leeres Wort. Da die Schule seinerzeit durch eine Elterninitiative gegründet wurde, fühlt sich der Elternverein traditionell der Schule sehr verbunden. Elternvertreter sind an der aktiven Gestaltung des Schullebens beteiligt, und der Elternverein unterstützt viele Initiativen. Seit einigen Jahren bemüht sich auch der Schulverein „gymstain“ erfolgreich, Sponsoren zu finden, um die Schule bezüglich Ausstattung und Projektabwicklung finanziell zu unterstützen.

 

Seit etwa 10 Jahren versucht die Schule auf besondere Weise ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, nämlich durch die Teilnahme an dem breit angelegten Projekt Schulentwicklung, das auch von der Schulaufsicht durch das Gewähren autonomer Handlungsspielräume gefördert wird.

 

Wenn gesetzliche und moralische Verpflichtung einer Schule auch darin besteht, die jungen Menschen auf ein Leben in einer sich immer rascher verändernden Gesellschaft vorzubereiten, so muss sich eine Schule immer wieder fragen , ob sie dieses Ziel konsequent anstrebt bzw. erreicht. Schulentwicklung an der Einzelschule soll zu einer dynamischen Lernkultur führen, aus der Schule eine "lernende Organisation" machen, die fähig ist, auftretende Probleme zu lösen und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Methodisch gesehen geschieht Schulentwicklung vor dem Hintergrund "systemischen Denkens". Die Phasen: Analyse des Ist-Zustandes, Verbesserungsmaßnahmen und Evaluation verbinden sich zu einem dauerhaften Prozess, der die Schulqualität verbessert, d.h. die Professionalität der Arbeit an der Schule verstärkt. Die Schule versteht sich als zeitgemäße, unverzichtbare und professionelle Organisation. Schulautonomie und Schulentwicklung sind Parameter einer neuen Kultur, die an unserer Schule nicht als Belastung, sondern als Herausforderung und Chance gesehen wird.